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Die Welt

Die Stunde des Orchesters aber schlug erst nach der Pause – mit dem Kracher der Bilder einer Ausstellung von Modest Mussorgsky in der berühmten Instrumentierung von Maurice Ravel. Hier bewirkte Ion Marin Großes. So beeindrucken an diesem Abend die ausgefeilte Klangkultur und seidige Raffinesse der Symphoniker. So klingt ein seiner selbst bewusstes Orchester.​

Berliner Morgenpost

Unter Marin, dem Österreicher mit rumänischen Wurzeln, mutet Strauss' "Don Juan" kaum wie das Werk eines genialisch auftrumpfenden 24-Jährigen an – eher wie die Kostprobe eines Gentlemans in gereiften Jahren. Etwas überraschend allerdings, wie ungebrochen klangschön die Musiker in Strauss' "Also sprach Zarathustra" op. 30 aus dem Jahre 1896 bleiben. Das RSB Orchester bietet einen Strauss zum Zurücklehnen und Genießen, voller Wärme und Ausgewogenheit. Ion Marin verlangt einen rückwärtsgewandten, fast Mendelssohn'schen Tonfall. Er vermeidet das Avantgardistische der Partitur überall dort, wo es möglich ist, verbannt Ruppigkeit und Ironie zugunsten kultivierten Schwelgens.​

International Herald Tribune

Maestro Ion Marin conducted the Metropolitan Opera Orchestra bringing out all the gorgeous tunes of this opera (La Rondine) to the surface and with a more brilliant sound.

BBC Music Magazine

Ion Marin has a deep-seated affinity with the late Romantic repertoire. In approaching Mahler's Fourth Symphony, he looked beyond the nostalgic imagery traditionally associated with the work.​

Berliner Zeitung

The Berliner Philharmoniker ended their season with the traditional Waldbühne concert conducted with allure by Ion Marin and featuring the star soprano Renée Fleming. The program was carefully and tastefully chosen, reminding concerts before the war, when repertoire was more colourful, more versatile and more differentiated as nowadays.​

New York Times

The production is gorgeous to look at, with vibrant Art Deco sets and colorful costumes. The conductor Ion Marin was sensitive to the musical complexities that Puccini sneaks below the surface of this deceptively lightweight score. “La Rondine” is finally getting the respect it deserves.

Berliner Morgenpost

Martha Argerich spielte das G-Dur Konzert von Maurice Ravel. Keiner hätte es missen mögen. Es wuchs heran zu einem musikalischen Monument von zartem Denkmalcharakter: zur Unvergesslichkeit. Ion Marin stand ihr am Pult der Berliner Philharmoniker verständisvoll und schlagkräftig zur Seite. Marin weiss nicht nur, was er will, sondern weit wichtiger noch, was Prokofieff wollte​.

The Times

The Dresden Staatskappelle has a very special quality, something it shares with the other great orchestras, such as the Vienna Philharmonic and the Berlin Staatskappelle, that spend most of their time in opera pits. In Richard Strauss's Zarathustra and Hindemith's Mathis der Maler Symphony, they sounded mellow, grainy and blended under the baton of brilliant conductor Ion Marin.

El Pais

De entrada Ion Marin dio alas a la orquesta del Teatro Real que pasò de la banalidad a la brillantez,de la austeridad sonora al refinamiento.

The Telegraph

Romanian conductor Ion Marin led the Dresden Staatskappelle in Hindemith's Mathis der Maler Symphony. This was a strong reading with taut muscle, plenty of momentum and clear textural detail.

The Guardian

Shostakovich's Fifth Symphony is music with which Marin clearly feels an instinctive empathy. Immaculately steering his way through the work's political ambiguities, he presented a series of crushing totalitarian rituals, their brutality countered by a gut-wrenching performance of the Largo. Its private emotions, first voiced timidly, gained in confidence as the movement progressed, while the BBC SSO strings, hitherto deliberately abrasive, took on a glowing, contended sheen. Marin is a fine interpreter of Shostakovich and we need to hear him conduct more of his work.

Le Figaro

Un grand et agréable moment de musique avec l'Orchestre National, grâce au chef Ion Marin, dont on admire à la fois la précision des attaques, le sens des contrastes, la battue rigoureuse, autant de signes caractèristiques d'un véritable leader, d'un vrai chef.​

New York Times

The kind of pleasure provided by the Metropolitan Opera's new production of Strauss's “Ariadne auf Naxos” was precisely the kind of pleasure the work is intended to give: the thrill of beauty encased in irony, of sincerity at the edge of self-consciousness. This was a superior performance even in most of the minor roles, and Ion Marin conveyed a genuine love for the verve and sweetness of Strauss's score.

Hamburger Abendblatt

Dirigent Ion Marin wirkt mit seinem distanzierten Habitus zwar nicht so, aber er ist offenbar der Mann für romantischen Überschwang. Was den Symphonikern nach der Pause unter Marins Leitung in Saint-Saëns' "Orgelsymphonie" an beseeltem Musizieren gelang, war schlicht grandios. Organische, atmende Phrasierungen, im Andante ein warmer, voller, in Orgeltöne eingebetteter ­Orchesterklang, ein erhebend-triumphales Finale. Hier klang alles genau so, wie es sein muss.

Die Welt

Ganz bewusst setzte der enorm engagierte und lustvoll musizierende Maestro aus Rumänien auch auf grelle Farben und satte Klangentfaltung, wohl wissend, dass er den Bogen mit Rücksicht auf das Kielinstrument dabei nie überspannen durfte. Der kantable Siciliano-Einleitung der Streicher und dem herrlichen Oboensolo von Marc Renner im zweiten Satz folgte eine Cembalo-Phrase, die von Forteschlägen zerrissen wurde. Extreme Virtuosität verlangte das Finale mit seinen rasenden Cembaloläufen von Esfahani, der nach dem furiosen Ende des Werkes ein echtes Stück „Alte Musik“ von Henry Purcell nachlieferte. Launig wie Poulencs ironisch-geniales Cembalokonzert hatte das Konzert schon mit Sergej Prokofjews „Symphonie classique“ begonnen. Auch wenn der Russe den alten Haydn bei seinem neoklassizistischen Meisterwerk wohl im Geiste hatte, entstand ein frecher, völlig eigenständiger Orchesterscherz mit allen typischen Merkmalen von Prokofjews ureigenem Stil. Ion Marin holte in der Dynamik mutig.

Die Welt

Am Ende dann das himmlische Adagio, Bruckners großer Abgesang, bei dem Marin vielleicht noch ein wenig mehr Pianissimos hätte zulassen sollen, um die Kontraste zu stärken. Dennoch klang alles sehr erhaben. Die Horngruppe schlug sich in den heiklen Partien brillant und nach dem erschütternd schönen Schluss verging eine lange Zeit, bevor der Applaus einsetzte. Bei dem starken Auftritt Ion Marins an diesem Abend fragte man sich unweigerlich, ob er sich für die Position des Chefdirigenten nicht ebenfalls eignen würde.